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Gestalten

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Viele Kinder und Jugendliche sind im Umgang mit digitalen Medien reine Konsument*innen. Sie hören Musik, sie sehen Serien, sie spielen Games und folgen Instagram-Stars. Sicher, das alles macht Spaß und alle diese Angebote haben durchaus ihre Berechtigung, wenn auch in Maßen. Aber: Es ist auch eine sehr passive Form der Nutzung. Das Problem dabei besteht darin, dass sich Kinder und Jugendliche nur selten aus dieser reinen Konsumentenhaltung befreien können. Würden sie aber die digitalen Geräte als mächtiges Werkzeug kennenlernen, sähe die Sache schon anders aus. Die Fähigkeit des aktiven Gestaltens ist der beste Schutz gegen mögliche Suchtgefahren.

Mädchen sitzt am Tisch und schreibt.

Gestalten statt Konsumieren: Fotos

Digitalgeräte machen das kreative Arbeiten leichter als jemals zuvor. Denn gerade Smartphones und Tablets verfügen nicht nur über eine Kamerafunktion, um zu fotografieren oder zu filmen. Sie haben sogar auch gleich die benötigten Bearbeitungsprogramme mit an Bord. Über Messenger oder Social Media auf dem Gerät erreichen Kinder und Jugendliche auch hürdenlos eine Öffentlichkeit.

Der „richtige Umgang mit Fotos“ zum Beispiel als Schulprojekt, ist auch eine gute Präventionsmaßnahme zum Thema Cybermobbing.


Beispiel Fotoroman

Schulkinder fertigen mit einer App einen Fotoroman an, in dem es darum geht, was mit Fotos geht und was nicht okay ist. Wichtig: Es muss bei diesem Projekt ein Ziel oder Ergebnis (Fotoroman) herauskommen. Theoretisches Dozieren alleine bringt nichts.

In vielen Schulen ist das Smartphone immer noch unerwünscht - jedenfalls offiziell.


Beispiel: Fotos verfälschen

Mit entsprechenden Bildbearbeitungsprogrammen können wir gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen eigene Bilder bewusst verfälschen. Das wird ihren Blick für andere Fotos sensibilisieren. Wer erst mal selbst ein Bild gefälscht hat, traut so schnell keinen anderen Fotos mehr.

 

Gestalten statt Konsumieren: Filme

Einen Film mit iMovie und anderen Apps zu drehen, ist zeitintensiv und mühsam. Auch Schnitt und weitere Bearbeitungsschritte verlangen Ausdauer und Konzentration. Aber das Dranbleiben lohnt. Es verändert vor allem den Blick in Zukunft auf andere Filme im Kino oder bei Netflix. Kindern und Jugendlichen wird so bewusst, wie viele Gedanken und Arbeitsschritte (Filmen, Schnitt, Musik etc.) darinstecken. Es wird sie folglich nicht nur kreativer, sondern auch kritischer machen.

 

Zwei Kinder schauen auf einen Computerbildschirm mit der geöffneten Medienquiz-Seite.

Spielend lernen

Das geniale Medienquiz!
 

Zum Medienquiz

Gestalten statt Konsumieren: Kreatives Schreiben

Alle lieben Geschichten. Mit Computer und Mobilgeräten können Kinder und Jugendliche eigene Geschichten erzählen. Viele Schulen und öffentliche Bibliotheken bieten immer wieder kreative Schreibseminare mit professionellen Autor*innen an. Fast alle Kinder und Jugendlichen haben Spaß daran, sich eine eigene Story auszudenken. Das Verfassen selbst fördert die Fantasie und Kreativität. Das Tolle beim Schreiben: Die Nachwuchsautorinnen und -Autoren dürfen darin alles sein – ein*e Erwachsene*r, ein Tier, ein*e Außerirdische*r. Es gibt hier keine Grenzen – das macht die Schreiberfahrung so wertvoll. Dass nebenbei der eigene Sprachschatz gefördert wird, ist ein weiteres Plus. Mit verschiedenen Apps werden die Texte sogar gelayoutet und auch Bilder hinzugefügt.

 

Gestalten statt Konsumieren: Hörspiel

Früher brauchte es für ein Hörspiel sehr viel Technik. Doch die ist heute längst in mobilen Geräten integriert. Auch die eingebauten Mikrofone sind ausgezeichnet. Im Internet gibt es dazu einige Seiten, die Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, ein eigenes Hörspiel zu entwickeln. Ob mit Text oder als reine Geräuschesammlung – das macht Freude.

 

Gestalten statt Konsumieren: Musik



Wer ein Instrument spielt, kann seine Musik mit speziellen Programmen oder Apps aufnehmen und bearbeiten. Und wer kein Instrument beherrscht, findet zahlreiche Apps, mit denen sich kinderleicht mit Klängen experimentieren und komponieren lässt. So mancher heute berühmte und hochbezahlte Soundfrickler hat bereits als Kind am Rechner seine ersten Versuche begonnen.

Gestalten statt Konsumieren: Programmieren

Programmieren ist eine Mischung aus Naturwissenschaft und logischem Denken. Heute gibt es zahlreiche Apps, die einem die „Wenn-dann“-Struktur spielend leicht beibringen. Coding, wie Programmieren genannt wird, zählt zu den MINT-Fächern. Überall in Deutschland werden Coding-Kurse für Kinder und Jugendliche angeboten. Dort lernen sie zum Beispiel, Roboter zu programmieren. Auch die Auerbach-Stiftung bietet solche Kurse lokal im Z-Lab an.

 


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