Alle Themen
Games

Games & Geld

Smartphones und Tablets sind bei Kindern so beliebt, weil sie günstig oder vermeintlich kostenlos an Spiele herankommen. PC-Spiele sind da schon teurer. Noch preisintensiver sind Konsolenspiele und die entsprechenden Geräte. Doch gibt es noch weitere Kosten.

Ausschnitt aus einem Computerspiel

Wo gibt es überhaupt Games?

Lange Zeit gab es Games im Laden zu kaufen. Allerdings sind für den stationären Handel harte Zeiten angebrochen. Meist werden die Preise von Online-Versandhäusern wie Amazon unterboten. Auch viele Konsolenspiele können direkt in den Shops der Konsolenhersteller von Microsoft, Sony und Nintendo gegen Bezahlung heruntergeladen werden. So bleibt der örtliche Handel außen vor. Oft sind in den Herstellershops auch Spiele vorhanden, die es nur online gibt. Bei PC-Spielen lassen sich ähnliche Entwicklungen beobachten. Längst haben sich reine Vertriebsplattformen wie Steam, GOG, Humble Bundle und andere etabliert. Apps wiederum gibt es nur in den App Stores. 

Games streamen

So wie Netflix für Filme ein Streamingabo anbietet, versucht sich auch die Spielewelt an ähnlichen Angeboten. Bei Apple zum Beispiel wird mit Apple Arcade für eine kleine Summe ein monatlich kündbares Abo abgeschlossen. Darin enthalten sind dann Spiele, die am Fernseher mit Apple-TV, einem Apple-Computer, iPad oder iPhone gespielt werden können. Am Fernseher lassen sich dazu die Controller der Playstation oder Xbox anschließen.
Ganz ähnlich ist das Angebot von Google. Für einen kleinen Betrag gibt es mit Google Play Pass Zugriff auf Spiele, die mit Android auf Smartphones, Tablets und Chromebooks laufen.

Spieleabos – Lohnt sich das?

Neben den Gelegenheitsspieler*innen sehen diese Angebote vor allem Eltern mit Kindern als geeignete Zielgruppe. Das monatliche Abo ist im Jahr immer noch billiger als ein einzelnes Konsolenspiel für 70 Euro. Es kommen ständig neue Angebote heraus und die Familie kann auch zusammen spielen. Im Gegensatz zur Kostenloswelt der Apps sind diese Spiele jedoch frei von nerviger Werbung und lockenden In-App-Käufen. Allerdings fehlt es den Games zuweilen an Spieltiefe und die großen, bekannten Titel sind hier nicht gerade oft zu finden. Da Apple Arcade und Google Play Pass zunächst kostenlos ausprobiert werden dürfen, hält sich aber das Risiko einer Fehlinvestition in Grenzen.
 

PC- und Konsolenspiele müssen nichts kosten

Zwei Kinder sitzen auf der Rückbank eines Autos und spielen Handyspiele.
 

Viele Games sind sehr teuer. Schnell sind 70 Euro ausgegeben und manchmal hat sich das Spiel auch noch schnell erledigt, weil durchgespielt oder langweilig. Darum der Tipp: Öffentliche Bibliotheken verleihen PC- und Konsolenspiele. Vorteil des Bibliotheksbesuchs: Ohne das Risiko eines Fehlkaufs kann ein Spiel in aller Ruhe zu Hause ausprobiert werden. Und noch eine Idee zum Geldsparen: Sprechen Sie mit anderen Eltern und tauschen Sie mal für ein paar Wochen die Konsolenspiele untereinander. Das bringt frischen Wind in den Gamesalltag.

Weitere Kosten beim Gameskauf

Nicht immer ist es mit dem Kauf eines neuen Games getan. Schnell können weitere Kosten hinzukommen, die beispielsweise nach dem ersten Durchspielen entstehen oder durch erweiterte Funktionen entstehen können. 

  • Konsolen-Spiele mit zusätzlichen Abos

    Mit Konsolenspielen kann online auch mit Freund*innen oder Fremden gezockt werden. Das ist schön. Nur lassen sich die Konsolen-Hersteller diese Möglichkeit bezahlen. Sie heißt Playstation Plus, Xbox-Network oder Nintendo online. Versüßt wird das Zusatzabo mit Gratisspielen. Dennoch sind es zusätzliche Kosten, die für Eltern anfallen. Außerdem besteht die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche mit Fremden in Kontakt kommen und dass noch mehr Zeit mit Gaming verbracht wird. Auch kann die zeitliche Verabredung zu bestimmten Uhrzeiten Druck verursachen.

  • Was ist ein Season-Pass?

    Wird ein Season-Pass erworben, erhalten Spielende neue und zusätzliche Spielinhalte. Grundsätzlich ist dagegen wenig einzuwenden, wenn die neuen Elemente dem Spiel einen erheblichen Mehrwert liefern. Die Frage ist nur, ob das gerechtfertigt ist, wenn das Grundspiel schon teuer war.

  • Was sind Gutscheinkarten?

    Gutscheinkarten sind eine gute Methode, wie sich Kinder und Jugendliche Zusatzelemente in Games kaufen können. Damit sie aber nicht mehr Geld ausgeben, sollten sie lernen, sich eine finanzielle Grenze zu setzen. Ein Tortendiagramm kann dabei sehr hilfreich zur Veranschaulichung sein.

  • In-App-Käufe

    Oft sind Apps kostenlos, entfalten jedoch ihre volle Funktion erst durch den Abschluss sogenannter In-App-Käufe. Das Gute daran: Die jeweilige App kann zunächst kostenfrei getestet werden. Erfüllt das Angebot die Erwartung, erwirbt der Kunde oder die Kundin das Produkt mit dem vollen Leistungsumfang. Doch gerade im Spielebereich hat der In-App-Kauf einen negativen Beigeschmack. Darum ist es ratsam, In-App-Käufe auf Geräten von Kindern einzuschränken.


Hier erfahren Sie mehr

Kindgerecht erklärt

Smartphones und Tablets sind bei dir so beliebt, weil du so günstig oder vermeintlich kostenlos an Spiele herankommst. PC-Spiele sind da schon teurer. Noch preisintensiver sind Konsolenspiele und die entsprechenden Geräte. Doch gibt es noch viele weitere Kosten.

Zusätzliche Abos: Sie liefern dir mit Playstation Plus, Xbox-Network oder Nintendo online die Möglichkeit, über das Netz mit anderen zu spielen. Weil das teuer ist, gibt es dort oft Gratisspiele. 

Season-Pass: Erwirbst du einen Season-Pass, erhältst du regelmäßige neue und zusätzliche Spielinhalte. Grundsätzlich ist dagegen wenig einzuwenden, wenn die neuen Elemente dem Spiel einen erheblichen Mehrwert liefern. Die Frage ist nur, ob das gerechtfertigt ist, wenn das Grundspiel schon teuer war.

Gutscheinkarten: Damit kannst du dir Zusatzelemente in Games kaufen. Damit du aber nicht mehr Geld ausgibst, solltest du dir ein Limitsetzen. Ein Tortendiagramm kann dabei sehr hilfreich zur Veranschaulichung sein.

In-App-Käufe: Oft sind Apps kostenlos, zeigen aber erst volle Funktion durch den Abschluss von In-App-Käufen. Das Gute daran: Du kannst die jeweilige App zunächst kostenfrei ausprobieren. Doch gerade im Spielebereich ist der In-App-Kauf oft Bedingung. Darum sei sparsam mit dem Tätigen von In-App-Käufen.