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Games & Bildung

Im Zusammenhang mit Games wird der Lernaspekt gerne überhöht. Sicher, in Computerspielen wird die Merkfähigkeit, das Reaktionsvermögen, der Orientierungssinn, das Geschick und weiteres mehr trainiert. Oft wird dabei auch die sogenannte  Hand-Augen-Koordination besonders hervorgehoben. Das sind alles lobenswerte Eigenschaften, aber es handelt sich vorwiegend um Kompetenzen, die Kinder nebenbei erwerben. Sie sind nicht ihr primäres Ziel.



Darum gilt: Kinder spielen nie, ohne etwas dabei zu lernen. Wenn aber etwas Konkretes erlernt werden soll, dann sind Lernprogramme und Serious Games die bessere Adresse. Hier kann der Gamecharakter den Lerncharakter versüßen.

Lernen mit Games

Neben dem Kompetenzerwerb lernen Kinder in Videospielen sicherlich ein paar Dinge nebenbei. Zum Beispiel, indem sie in einem Rollenspiel mehr über das Leben der Wikinger erfahren.

Aber ist das Lernen? Tatsächlich kann mit Spielen gelernt werden! Dazu gibt es die Gattung der Serious Games, der ernsthaften Spiele. Sie transportieren mit Elementen des Gamings bestimmte Wissensinhalte. Das können Investmentbanking, Politik, Biologie oder gesellschaftliche Themen sein. Serious Games machen das Lernen verspielter, machen aber nicht zwingend Spaß wie andere Spiele. Denn es ist ja immer klar, dass die Spielelemente nur zur Versüßung des Wissenserwerbs dienen sollen.

Außerdem gibt es noch reine Lernsoftware, die in Fächern wie Mathe, Deutsch und Englisch beim Üben unterstützen. Früher gab es Lernsoftware auf CD-ROM, heute eher als App. Der Name ist allerdings irreführend, denn es wird nicht gelernt, sondern geübt. Manche finden das öde, andere nutzen das gerne, um sich in so manchem Fach zu verbessern. Erhöhte Erwartungen sollten Eltern allerdings nicht haben. Denn Lernsoftware ist kein Garant für bessere Noten, sondern nur ein Baustein im alltäglichen Lernmix.
 

Ein Junge mit großen Kopfhörern schaut auf einen Computerbildschirm mit der geöffneten Medienführerschein-Seite.

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Berufe in der Gamesindustrie

Die Games-Industrie ist zu einem sehr wichtigen Industriezweig geworden, der unter anderem auch die Steuereinnahmen sprudeln lässt. Mehr noch: Sie bietet eine Vielzahl von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen und immer mehr Hochschulen bieten Studiengänge wie Games-Design an. Gelehrt wird unter anderen Games-Design, Programmierung, Grafikdesign und vieles mehr.

Für Schülerinnen und Schüler, die gerne spielen, kann ein Schüler*innenpraktikum Aufschluss darüber geben, ob das für sie eine Zukunftsperspektive sein könnte.

  • Was ist ein Let's Player?

    Erfolgreiche Let's Player sind Spieler*innen, die das Videospiel und sich selbst beim Zocken aufzeichnen und dabei das Geschehen möglichst unterhaltsam kommentieren.
    Die Videos dazu werden auf entsprechenden Portalen wie z.B. YouTube hochgeladen. Let's Player genießen besonders unter jungen Kindern den Status eines Stars. Darum haben heute viele Kinder den Berufswunsch, Let’s Player zu werden – vor allem Jungs.


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Kindgerecht erklärt

Im Spiel kannst du eine enorme Anzahl an Fähigkeiten trainieren. Zum Beispiel kannst du mit Gaming deine Merkfähigkeit, dein Reaktionsvermögen, dein Geschick oder den Orientierungssinn verbessern. Nur sind das in den seltensten Fällen die Gründe, warum du spielst. Etwas anderes ist es, wenn du gezielt etwas mit Hilfe von Spielen lernen oder erfahren willst. Lernsoftware kann deine Kenntnisse in Mathe, Deutsch und Englisch verbessern, aber sehr spielerisch ist das nicht. Mit sogenannten Serious Games, also Spielen mit einem ernsthaften Anspruch, kannst du spielerisch den Mars erkunden oder in einem Rätselspiel mehr über die Welt der Quantenphysik begreifen.

Es gibt aber noch einen weiteren Punkt zum Thema Lernen: Computerspiele bieten längst eine Vielzahl an Möglichkeiten in der Welt der Berufe. Eigene Games zu entwickeln ist schon eine coole Sache.